Denkmal des Monats - November 2019

Südwestfalen
Hofanlage, Brückenstraße 14 (Bad Berleburg-Elsoff)

Die Hofanlage mit ursprünglich zwei Scheunen ist im Urkataster von 1837 eingetragen. Das Bauernhaus ist ein zweigeschossiges, giebelständiges, vierbündiges Wohnhaus mit Scheunen- und Stallteil. Das Fachwerkhaus steht auf einem die leichte Hanglage ausgleichenden Bruchsteinmauerwerksockel und ist im vorderen Wohnteil unterkellert. Das Gebäude ist traufseitig erschlossen.

Die einflügelige Hauseingangstür stammt aus den 20er Jahren und ist im oberen Teil verglast. Sie hat die typische diagonal wie ein Viereckstern geteilte Sprossung.

Das Bruchsteinmauerwerk des Scheunen-/Stallteils wurde im Erdgeschoss teilweise durch Klinkermauerwerk ersetzt. Der hintere Giebel und die hintere Traufseite dieses Stallteiles im Erdgeschoss sind noch in Bruchsteinmauerwerk gehalten.

Das Fachwerk ist vierbündig und beinhaltet wandhohe Eckstiele. Die Eckstiele und Bundstiele haben jeweils Streben und Gegenstreben, Fachriegel mit quadratischer Kleinteiligkeit, außerdem zwei Brüstungsgefache, die senkrecht zweifach geteilt sind. An der rechten Traufseite befindet sich auf der Stockschwelle eine Inschrift.

Im Wesentlichen hat das Gebäude zweiflügelige Faschenfenster mit Kämpfer im oberen Drittel. Der vordere Giebel ist dreiachsig mit mittigem Fenster im oberen Teil des Giebels und ist schuppenschablonig verschiefert; der hintere Giebel ist verbrettert.

Die mittlere Scheune steht traufständig in Fachwerkbauweise unter einem Satteldach auf äußerst niedrigem Bruchsteinmauerwerksockel. Die Scheune ist beidseitig traufseitig erschlossen. An der vorderen Traufseite befinden sich zwei und an der hinteren Traufseite ein zweiflügeliges Scheunentor. Der über diesem Scheunentor befindliche Wandstreifen ist senkrecht verbrettert.

Das Fachwerk hat quadratische Kleinteiligkeit, Gefachriegel, Eckstiele und Torpfosten mit Streben, wandhohe Eckstiele, geschosshohe Stiele und Streben und wandhohe Torständer.

Der ehemalige rechte Scheunenteil steht giebelständig in Fachwerkbauweise unter einem Satteldach auf eingeschossigem Bruchsteinmauerwerksockel. Dieser ursprünglich beidseitig traufseitig durch ein zweiflügeliges Scheunentor erschlossene Teil wurde zu Wohnzwecken ausgebaut. An der linken Traufseite befindet sich im Bruchsteinmauerwerksockel eine korbbogenförmige Tür. An der rechten Traufseite wurde kleinteiliges Fachwerk mit Eckstreben und Torpfostenstreben und Gefachriegel verwendet. Der vordere Giebel wurde schuppen-schablonig verschiefert, der hintere Giebel wurde verbrettert.

Diese Hofanlage, deren drei Gebäude den Hofraum hufeisenförmig umstehen, ist bedeutend für die Geschichte der Ortschaft Elsoff.

Für die Erhaltung und Nutzung liegen wissenschaftlich hauskundliche und volkskundliche Gründe vor. Ferner ist die Hofstelle bedeutend für die Erkennbarkeit der ländlichen Arbeits- und Produktionsverhältnisse des 18. Und 19. Jahrhunderts.