Denkmal des Monats - Juni 2008

Südwestfalen
Das Oberholzklauer Pfarrhaus (Freudenberg )



Bis zum Jahre 1537 wohnte der jeweilige (damals noch katholische) Pfarrer von Oberholzklau in einem Seitental nahe Meiswinkel auf dem Hof Reichelsbach, der zum Kirchengut der Pfarrei Holzklau gehörte. Pfarrer Johann Wüstenhober von Ybach, der in der Gemeinde die Reformation vollzogen hat, zog dann 1537 in ein Haus nahe der Kirche. Der Hof Reichelsbach wurde 1680 verkauft und ist später verfallen.

Das Pfarrhaus gegenüber der Kirche musste schon 1608 wegen Baufälligkeit oder weil es zu klein war abgebrochen werden und einem Neubau – dem heutigen Pfarrhaus – weichen. Dieses Haus ist somit das dritte Pfarrhaus der Gemeinde Oberholzklau, von dem man weiß. Wahrscheinlich hat man Teile des Kellers aus dem alten bei dem Neubau verwendet. Pfarrer Conrad Luth, der mehr als 50 Jahre in der Gemeinde gewirkt hatte, zog zu seiner Tochter nach Lindenberg, wo er kurz darauf starb.

Bis zum Jahre 1537 wohnte der jeweilige (damals noch katholische) Pfarrer von Oberholzklau in einem Seitental nahe Meiswinkel auf dem Hof Reichelsbach, der zum Kirchengut der Pfarrei Holzklau gehörte. Pfarrer Johann Wüstenhober von Ybach, der in der Gemeinde die Reformation vollzogen hat, zog dann 1537 in ein Haus nahe der Kirche. Der Hof Reichelsbach wurde 1680 verkauft und ist später verfallen.

Das Pfarrhaus gegenüber der Kirche musste schon 1608 wegen Baufälligkeit oder weil es zu klein war abgebrochen werden und einem Neubau – dem heutigen Pfarrhaus – weichen. Dieses Haus ist somit das dritte Pfarrhaus der Gemeinde Oberholzklau, von dem man weiß. Wahrscheinlich hat man Teile des Kellers aus dem alten bei dem Neubau verwendet. Pfarrer Conrad Luth, der mehr als 50 Jahre in der Gemeinde gewirkt hatte, zog zu seiner Tochter nach Lindenberg, wo er kurz darauf starb.

Schon recht bald war an der Nordseite ein Anbau erforderlich. 1670 – unter Pfarrer Johann Daniel Seel entstand so „die neue Stube“. Erst 1905 wurde der Kuhstall in der Südwest-Ecke des Hauses zu einem Wohnraum umgebaut. Eine Besonderheit ist im Obergeschoss das „Gerämze“, ein hölzernes Gitterwerk. Und noch bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts befand sich neben dem steilen Treppenaufgang zum „Ollern“, dem weitläufigen Dachraum des Hauses, die „Hearwe“, die rußbeschmutzte Räucherkammer. Fast alle Räume des Pfarrhauses waren ursprünglich durch Türen miteinander verbunden. Sicher auch eine Besonderheit.

Immer wieder mal war das Oberholzklauer Pfarrhaus in einem schlechten baulichen Zustand. Mehrfach wurde über einen Neubau nachgedacht. Pläne für einen solchen Neubau aus dem Jahre 1829 sind noch im Pfarrarchiv vorhanden. Glücklicherweise sind sie nie ausgeführt worden.

So steht diese bauliche Kostbarkeit noch heute – nach 400 Jahren – im Ensemble von Kirche, Pfarrscheune, Backhaus und Pfarrteich als ein wirkungsvoller „Zeitzeuge“ lokaler Kirchengeschichte.