Rückblick Fachforum „Wohnraumentwicklung im historischen Stadt- und Ortskern“
Nach der Begrüßung durch Markus Baier, Sprecher der AG HSO und Bürgermeister der Alten Hansestadt Lemgo, sowie Sandro Wiggerich, erster Beigeordneter der Stadt Unna, ordnete Thomas Abraham von empirica die Bedeutung des Wohnens für die Innenstadtentwicklung ein. Wohnen kann angesichts sich wandelnder Nutzungsstrukturen einen wichtigen Beitrag zu Nutzungsmischung, Frequenz und einer dauerhaften Belebung der Zentren leisten. Zugleich bestehen Herausforderungen wie fehlende Flächen, Sanierungsbedarfe im Bestand, Nutzungskonflikte und Anforderungen an ein attraktives Wohnumfeld.
Marc Lucas Schulten von Schulten Stadt- und Raumentwicklung zeigte anschließend, wie Wohnraumkonzepte auf die besonderen Bedingungen historischer Stadt- und Ortskerne reagieren können. Dabei gilt es, unterschiedliche Zielgruppen und Wohnformen ebenso zu berücksichtigen wie die vorhandenen Gebäudestrukturen, den öffentlichen Raum und die Erreichbarkeit.
Konkrete Einblicke in die Praxis gaben die Beispiele aus Wusterhausen/Dosse, Freudenberg, Altenburg und Xanten. Sie zeigten unterschiedliche Ansätze im Umgang mit historischem Gebäudebestand, Leerständen, Mobilität und neuen baulichen Ergänzungen. Der Masterplan Leerstandsaktivierung in Altenburg verdeutlichte beispielsweise, wie Wohnbedürfnisse und Nutzungsideen mit den Potenzialen bestehender Gebäude, Höfe und Freiräume zusammengedacht werden können.
Den Abschluss des Fachforums bildete ein Stadtrundgang durch Unna mit Alexandra Oppermann von der Unteren Denkmalbehörde. Anhand aktueller Projekte wurden die Herausforderungen und Möglichkeiten der Weiterentwicklung historischer Stadtstrukturen unmittelbar vor Ort diskutiert.
Das Fachforum machte deutlich: Wohnen ist ein wichtiger Baustein für lebendige und zukunftsfähige historische Stadt- und Ortskerne. Entscheidend sind passgenaue Lösungen, die Bestandsentwicklung, attraktive öffentliche Räume, Mobilität, Nutzungsmischung und die Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen zusammendenken.
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